Jedes Jahr wird die Innenstadt Dortmunds in einen Traditionsmarkt verwandelt. Was viele gar nicht wissen: Im Mittelalter war Dortmund die einzige freie Reichsstadt Westfalens und eine der reichsten Städte im Hansebund – also auch historisch betrachtet macht ein traditioneller Markt an dieser Stelle absolut Sinn.
Die Agentur Schöne Märkte veranstaltet jedes Jahr den Hansemarkt in der Innenstadt Dortmund. Auch dieses Jahr 2025 ist der Hansemarkt von MI.29.Oktober.2025 – SO.02.November.2025 wieder an gewohnter Stelle.
Der Hansemarkt findet am Allerheiligen von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr statt.
29. Oktober bis 02. November durchgängig von 11:00 – 21 Uhr!
VERKAUFSOFFENER SONNTAG IN DER CITY AM 02. November von 13:00 – 18:00 Uhr!
Programm Hansemarkt Dortmund 2025
29.10.-02.11.2025
Tunierplatz
12:00 Uhr Rittergruppe Fictum
12:30 Uhr Gaukler Bagatelli
13:00 Uhr Chudadlo Akrobatik
13:30 Uhr Arcus Musik
14:00 Uhr Rittergruppe Fictum
14:30 Uhr Gaukler Bagatelli
15:15 Uhr Chudadlo Akrobatik
15:45 Uhr Arcus Musik
16:15 Uhr Gaukler Bagatelli
16:45 Uhr Rittergruppe Fictum
17:30 Uhr Chudadlo Feuershow
18:00 Uhr Arcus Musik
18:45 Uhr Funkenspiel Feuershow mit der Musikgruppe Arcus
19:30 Uhr Abendkonzert Musikgruppe Arcus
20:00 Uhr Chudadlo Feuershow
Jedes Jahr begeistern zahlreiche traditionelle Handwerksberufe, Akrobaten, Gaukler und Artisten die Besucher des Hansemarktes.
SCHMIEDE
MÜNZPRÄGER
BLAUDRUCK
KLÖPPELN
SCHERENSCHNITT
KORBMACHER
LEHM(OFEN)BAU
ZIMMERER
WEBEREI
BÄCKEREI
ZINNGIEßEREI
SEILEREI
STEINMETZ
SCHERENSCHLEIFER
FLEISCHEREI
FISCHRÄUCHEREI
ARTISTIK
RITTERKAMPF
FAHRGESCHÄFTE
BARDEN / MUSIKER
TAVERNEN
WAHRSAGEREI
Die Märkte fanden damals als Jahrmärkte statt, die nur einmal jährlich um die Kirchen herum verteilt stattfanden. Erst später wurde der Marktplatz erschaffen, so wie wir ihn heute kennen.
Über die Zeit hinweg – insgesamt über 700 Jahre des regen Handelns – kristallisierte sich aus dem damaligen Jahrmarkt, welcher zwischenzeitlich 2-malig pro Jahr stattfand, der heutige Wochenmarkt heraus. Wurden die Waren früher nur an offenen Ständen preisgeboten, ging man später dazu über, Verkaufsbuden und sogar Verkaufshäuser einzuführen. Der Geschäftsverkehr wuchs stetig und ist in erster Linie dieser Entwicklung zu verdanken.
In den späten 50er Jahren verlegte man den Wochenmarkt außerdem in die Prinzenstraße. Der Marktplatz gilt bis heute als einer der schönsten Marktplätze Deutschlands.
So war es nicht immer, denn ursprünglich grenzte der Markt sogar bis an den Hellweg, denn viele Bauten zwischen dem Markt und dem Westenhellweg kamen erst viel später hinzu. Außerdem grenzte er an das Richthaus und an den Marienkirchhof.
Die Händler und Kaufleute waren zumeist Bauern aus dem näheren ländlichen Umfeld, die auf dem Marienkirchhof ihre Waren preisboten. Der Marienkirchhof-Markt bekam deshalb auch den Namen „Butter- und Geflügelmarkt“. Am Wirtshaus „Zum Drachen“ befand sich außerdem noch ein kleiner Fleischmarkt. Er verschwand mit dem Hansastraßendurchbruch in den Jahren 1902 bis 1906 und wurde schließlich auf den Hansaplatz verlegt, der ab dann auch als Marktplatz genutzt wurde.
Der größte Andrang herrschte ab der Erschaffung des großen Platzes zwischen Reinoldikirche und Rathaus. Der Markt fand zunächst immer Mittwochs statt. Dann, im 16. Jahrhundert, kam der Samstag als weiterer Markttag hinzu. Außerdem wurden offizielle Marktzeiten festgelegt, die ab diesem Zeitpunkt an mit einer Glocke eingeläutet wurden.
Dem starken Andrang verdankte der Wochenmarkt inbesondere den Handelsstraßen Hellweg und Münster-Köln. Der guten Anbindung wegen hausierten auch viele Durchreisende in der Nähe des Marktes und brachten so viele Neuigkeiten mit. Außerdem reisten viele Schausteller wie Gaukler und Hausierer auf der Suche nach guten Einnahmequellen oder Unterkünften über die Märkte.
Der Wochenmarkt findet noch immer statt und wieder an historisch bedeutsamer Stelle am Rathaus. Undzwar immer mittwochs und samstags, wie traditionell.
Viele Händler und Kaufleute bieten ihr reichhaltiges Sortiment an qualitativ hochwertiger Ware an.